Max Dohner

Geboren 1954 in Uetikon am See ZH. Studium der Germanistik und Philosophie an der Universität Zürich. 1980-1985 Aufenthalt in Nicaragua. Sprachlehrer an der Zentralamerikanischen Universität UCA, Managua. Seit 1985 Schriftsteller und Journalist mit bisher sechs publizierten Werken (Erzählungen, Kolumnen, Romane). Mitglied der Vereinigung Autoren und Autorinnen der Schweiz (AdS). Zahlreiche Preise für Literatur und Publizistik.

www.maxdohner.ch

Werke

2019: Am Himmel kaum Gefälle. Geschichten, Essays und Porträts. Verlag Rüffer & Rub, Zürich.

2018: Schlaflos brennen die Wörter. Titelgeschichte der Anthologie. „Aargauer Geschichten zur Reformation“ mit den Autorinnen+Autoren. Martin R. Dean, Urs Faes, Klaus Merz, Hansjörg Schertenleib, Bettina Spoerri, u.a., 184 Seiten. Verlag TVZ, Zürich.

2014: Das Glück der Flüchtigen. Roman. Verlag Braumüller, Wien.

2007: Liebeslauben. 77 Kolumnen zur Verfeinerung unserer tiefsten Passion. Verlag Rüffer & Rub, Zürich.

2006: Die sieben Alter der Liebe. Roman. 235 Seiten. Verlag teamart, Zürich.

2001: Hügli – c’est moi. Geschichten eines Alltag-Märtyrers. Glossen. AT-Verlag, Aarau/Stuttgart. ->Vergriffen.

2001: Das Riesenrad. Erzählung. Anthologie “Love Love Love” – Liebesgeschichten. Fischer Verlag, Frankfurt.

1998: In meinem Auftrag. Romanprolog. Erschienen in: “text. zeitschrift für literaturen”. Themenschwerpunkt Schweizer Literatur zur Buchmesse. Ithaka-Verlag, Stuttgart.

1996: Mehr Zeit als Leben – Geschichten zur falschen Zeit, am falschen Ort, mit dem richtigen Gefühl. Erzählungen. 277 Seiten. Verlag Merker Effingerhof, Baden.

Preise

2019: Premio Masciadri – 2019 erstmals an einen Schweizer verliehen. 20. Poesiesommer-Festival, Heidegg/Aarau/Baden, 6. Nov. 2019.

2011: Werkbeitrag für das Roman-Manuskript „Das Glück der Flüchtigen“, Aargauer Kuratorium.

2010: Künstleratelier, Salvador da Bahia, Brasilien. Aargauer Kuratorium.

2008: Beitrag ans künstlerische Schaffen für "Das afrikanische Herz", Aargauer Kuratorium

2002: Beitrag ans künstlerische Schaffen für „Flavio Madur“, Aargauer Kuratorium.

2001: Werkbeitrag des Kantons Zürich für “Flavio Madur”. Roman-Manuskript.

1999: Werk-Stipendium der Elisabeth-Forberg-Stiftung, Bern, für “Flavio Madur”. Atelier-Aufenthalt Perugia, Italien.

1995: Förderungsbeitrag für Literatur, Aargauer Kuratorium.

1992: Erster Preis im nationalen Prosa-Wettbewerb der Marianne und Curt Dienemann-Stiftung, Luzern

Der falsche Leichenwagen

Überm Horizont, unmerklich gekrümmt, wurde es blauer. Die Nacht verlor an Tiefe, Trost und Schwere. Daraus filterte die Stunde graue, zu-nehmend unreine Sphären. Einzig dunkel blieb der Zackenkamm der Bäume rund um Liebenfels, den Friedhof, ehe sich darin, noch lange vio-lett gefleckt, Pappeln unterschieden, Linden, Weiden. Aufkommender Wind löste Schirmflieger von Pusteblumen. Der Geisterflaum schwebte über Gräber, geharkten Mull, Gartenbeet-Lünetten, den Laubmatsch glucksender Teiche, Hyazinth, Narziss und Primel. Alles beäugt vom Wild, das Hals und Löffel streckte, höher lauschte und plötzlich huschte, während Krähen ins Geäst schwirrten, zurück in den Dunst des Waldes.

An der Rampe war ein Wagen vorgefahren.

Auftakt des neuen Romans von Max Dohner: „Lesters letzter Plan“